An sich ist das gar nicht so unpraktisch, denn ich hab einiges am Computer zu erledigen und so lenkt mich wenigstens nicht die Versuchung ab, mich weiter in Melbourne umzuschaun.
Doch erstmal die Geschichte der letzten zwei Tage.
Ich bin also nach meiner Ankunft durch Melbourne gelaufen, in der Erwartung es wären nur einige Blöcke, also nicht viel mehr als ein paar Hunder Meter, bis zu meiner Kontaktadresse.
The first picture in MelbourneDoch dann habe ich festgestellt, dass die Blöcke in Melbourne etwas größer sind als in Deutschland, ein Block varriert zwischen geschätzen 300m bis 600m.
Auch die Entfernung zum Strand ist etwas weiter. Ich wollte als erstes zum Strand gehen, als ich ankam, habe es mir dass aber zum Glück spontan anders überlegt. Mehr dazu später.
Ich bin also durch die Stadt gelaufen und als mir klar wurde wie weit hier alles ist, hab ich mich entschlossen, erstmal zu mccgaming (dem Office) zu laufen und auf dem Weg dorthin ins Internet zu schauen und meine Kamera irgendwo zu laden.
Fortunately there're trams everywhere.Ich habe mir also ein McDonalds gesucht, da diese fast immer kostenloses WiFi und Strom anbieten. Zudem kam die Gelegenheit ganz nützlich etwas Koffein nachzutanken, da ich nach dem langen Flug echt müde war.
Nach einem kleineren Fussmarsch kam ich dann auch endlich an, das Haus war leider doch kein Hochhaus sondern nur dreistöckig, aber dass ich in einem riesen Bürohaus untergebracht werden würde war auch mehr Wunschdenken als reale Erwartung.
Im ersten Stock habe ich also das MC Internet Café (MC für mid city, "mitten in der Stadt") gefunden, indem mich erstmal eine verwirrte Sunny hinter der Theke begrüßt hat, die nicht wusste wer ich bin. Doch nach wenigen Sekunden kam von außen Johanna herein und hat mich gleich gefragt ob ich doch der "Äm-a-rän" bin.
Sie hat mir dann mein Zimmer gezeigt und mir angeboten, mich in Melbourne herumzuführen. Leider hat es jedoch angefangen zu regnen, weswegen wir erstmal hiergeblieben sind. In dem Internetcafe stehen ca. 100 Computer, alle topneu, und auf allen wird DotA gespielt - das Spiel wegen dem ich hier bin.
Geht man links durch eine Tür "Staff only" für die nur Johanna und ich einen Schlüssel haben, kommt man in das Lager und eine weitere Tür die nur ich schließen kann führt in mein Zimmer. Es ist sehr klein und simpel, aber das ist mir eigentlich egal. Ich bin ja nicht hier um in meinem Zimmer zu gammeln.
Wir haben dann versucht, Internet auf meinem Rechner zum laufen zu bringen, was leider nicht so gut geklappt hat, da Johanna sich nicht mit der Technik auskannte und auch das Passwort fürs WLan nicht kannte. Sie entschuldigte sich und erklärte mir, dass am gleichen Abend gegen 8 Uhr ihr Partner Suka (die beiden sind die Manager des Cafés und gleichzeitig ein verlobtes Paar) kommen würde, der mir dann alles erklären kann.
Für die Zwischenzeit habe ich eine unlimitierte Internetkarte fürs Café bekommen. Dort habe ich dann einige Zeit gesurft und ein bisschen geschaut wie die Australier denn so DotA spielen. Doch gegen 6 Uhr abends habe ich beschlossen, dass ich zu müde bin und schlafen gehe.
Am nächsten Morgen bin ich gegen 7 Uhr aufgewacht und fühlte mich sehr fitt. Auch das Internet habe ich dann recht schnell auf mein Laptop gezwungen. Ich habe mir am Vorabend im Internet glutenfreie Locations in Melbourne rausgesucht und dabei ein Café gefunden, dass für sein glutenfreies Frühstück gelobt wurde.
Es schien gleich um die Ecke zu sein, aber als ich nachsah mit welcher Tram ich fahren sollte um dort anzukommen, wurde mir mitgeteilt ich würde ca. 40 Minuten mit der Tram brauchen.
Glücklicherweise war das die gleiche Tram die auch zum Strand fährt. Also hab ich das alles verbunden und mich auf die Suche nach einer Ticketmaschine gemacht. Ich bin etwas umher gelaufen und bin irgendwann und irgendwie in der UBahn-Station Melbourne Central rausgekommen, wo ich mir gleich mal ein Wochenticket für die Tram gekauft habe. (30$, 20€)
In der Station gab es eine Menge Einkaufsmöglichkeiten, unter anderem ein zu dem Zeitpunkt geschlossenes Falaffelgeschäft das mit seinen glutenfreien Falaffeln warb und einen Supermarkt in dem ich sofort leckeres Brot gefunden habe.
Etwas später am Tag, gegen 11 Uhr habe ich mich dann auf den Weg zum Strand gemacht. Tram 64 bis St. Kilda Junction und dann Tram 16 ein paar Stationen weiter. Dort habe ich dann schon das Meer gerochen und in der Ferne gesehen.
The first view of the sea.Bin natürlich sofort hinmarschiert und bin etwas am Strand herumgelaufen.
One of the beaches.
The yacht haven of St. Kilda with Melbourne Skyline
St. Kilda Beach
Careful: Veery big penguins!
One of the beaches.
The yacht haven of St. Kilda with Melbourne Skyline
St. Kilda Beach
Careful: Veery big penguins!Nach einiger Zeit hat mich der Hunger dann zurück zur Tram getrieben, zurück zu St. Kilda Station und von dort wieder mit der 64 Richtung Dandenong Road ("Princess Highway") bis zur Station 38 Dandenong Rd/Orrong Rd:
Road sign of Dandenong Rd/Orrong Rd
Road sign of Dandenong Rd/Orrong RdVon dort aus musste ich "nur" einen Block gen Süden laufen und irgendwo auf der linken Seite würde das "Caffé si gluten..." sein. Auf dem Fussweg dorthin kam ich an einer sehr angenehmen Busshaltestelle vorbei, die so einladend war, dass ich aufpassen musste, nicht in den Bus einzusteigen.
Bus stop to Sunshine
Bus 220 to Sunshine
Das Café war auch wirklich da, und ich habe mir erstmal was feines rausgesucht. Pfannkuchen gefüllt mit Blaubeeren und Cottage Cheese, einen Orangenmuffin und einen groooßen Cappuchino.
Auf dem Heimweg habe ich mir dann noch den Fluss in Melbourne angeschaut.
Yarra River, Melbourne
Bus stop to Sunshine
Bus 220 to SunshineDas Café war auch wirklich da, und ich habe mir erstmal was feines rausgesucht. Pfannkuchen gefüllt mit Blaubeeren und Cottage Cheese, einen Orangenmuffin und einen groooßen Cappuchino.
Auf dem Heimweg habe ich mir dann noch den Fluss in Melbourne angeschaut.
Yarra River, MelbourneAls ich wieder daheim ankam war es schon ca. 18 Uhr. Ich habe mir dann noch eine Falaffel reingezogen (sehr lecker!) und bin ins Öffentliche Bad in Melbourne für 7.50$ (ca 4€) schwimmen gegangen. Als ich zurück kam, traf ich dann auch endlich Suka. Wir haben uns sehr nett unterhalten und er hat mir erstmal erklärt, wie das hier alles läuft.
Ich habe dann erstmal angefangen etwas zu arbeiten, schließlich bin ich hier ja nicht nur zum Spass. Ich habe mir auch beibringen lassen wie die Kasse funktioniert, da ich etwas aushelfen wollte, weil Sunny, die "Bedienung" extrem ausgelastet war und ich zu dem Zeitpunkt eh mit meinem Laptop hinter der Theke saß.
Gegen Mitternacht habe ich dann noch einige Asiaten und einen Australier kennen gelernt (hier sind fast nur Asiaten), und mich bei ihnen angeschl0ßen etwas DotA zu spielen.
Was ich zu dem Zeitpunkt fataler Weise noch nicht wusste, ist, dass es hier ein Special "Night Owl" gibt. Man kann für 10€ (normalerweise 4 Stunden) von 12am bis 8am, also 8 Stunden, zocken.
Das haben die natürlich alle gebucht und wollten es dann auch ausnutzen. Und ich war nicht müde und hab mich immer wieder überreden lassen, noch eins zu spielen. So bin ich erst um 8 Uhr früh ins Bett, was wohl auch etwas erklärt dass ich jetzt um 22 Uhr aufgestanden bin.
Heute werde ich etwas arbeiten, aber zuerst muss jetzt eine Falaffel dran glauben.
Liebe Grüße,
Emmo
Ich habe dann erstmal angefangen etwas zu arbeiten, schließlich bin ich hier ja nicht nur zum Spass. Ich habe mir auch beibringen lassen wie die Kasse funktioniert, da ich etwas aushelfen wollte, weil Sunny, die "Bedienung" extrem ausgelastet war und ich zu dem Zeitpunkt eh mit meinem Laptop hinter der Theke saß.
Gegen Mitternacht habe ich dann noch einige Asiaten und einen Australier kennen gelernt (hier sind fast nur Asiaten), und mich bei ihnen angeschl0ßen etwas DotA zu spielen.
Was ich zu dem Zeitpunkt fataler Weise noch nicht wusste, ist, dass es hier ein Special "Night Owl" gibt. Man kann für 10€ (normalerweise 4 Stunden) von 12am bis 8am, also 8 Stunden, zocken.
Das haben die natürlich alle gebucht und wollten es dann auch ausnutzen. Und ich war nicht müde und hab mich immer wieder überreden lassen, noch eins zu spielen. So bin ich erst um 8 Uhr früh ins Bett, was wohl auch etwas erklärt dass ich jetzt um 22 Uhr aufgestanden bin.
Heute werde ich etwas arbeiten, aber zuerst muss jetzt eine Falaffel dran glauben.
Liebe Grüße,
Emmo

"Ticketmaschine"? Nur jemand, der sich gerade damit herumschlagen muss, dass seine Gedanken neuerdings die Sprache gewechselt haben, würde einen so krassen Anglizismus verwenden! ;-)
AntwortenLöschenCool von dir zu lesen! Was du jetzt noch nicht so ausgebreitet hast, war was du dort überhaupt genau arbeitest, und warum du zum Programmieren (?) überhaupt nach Australien "musstest" - oder wie lange du dort bist. Das mag vielleicht den meisten bekannt sein, mit denen du gerade Kontakt hast, mir aber nicht. Also schreib mal was darüber!
(Übrigens sagt Wikipedia, dass "Falafel" mit einem "f" geschrieben wird - musste nachschauen, weil ich gar nicht wusste, was das war.)
Gruß,
Ben
Oh ok, ich glaub hier wird es mit zwei geschrieben, aber ich bin mir gar nicht sicher, vlt. hab ich das auch einfach falsch gemacht.
AntwortenLöschenIch bin hier, weil ich schon immer nach Australien wollte und Melbourne ne coole Stadt ist. Ich hab glücklicherweise jemand gefunden der mir alles zahlt, wenn ich dafür umsonst arbeite.
Was das genau ist, ist schwer zu erklären und auch gar nicht mal so wichtig ^^
Und das machst du jetzt für die Semesterferien? Oder hast du abgebrochen/pausiert?
AntwortenLöschenSolange es nicht wieder so ein Cheatprogramm ist wie damals bei WdS, ist es wohl tatsächlich nicht so wichtig (interessant wäre es schon)... :-)